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Wasserkraft – Staudruckmaschine I)
Die außergewöhnlichen Eigenschaften der SDM Was ist das
wirklich Besondere an der Wasserkraft-Staudruckmaschine? Die SDM ist ein Motor, der vom
Stillstand an bis zur maximalen Drehzahl immer das volle Drehmoment
bereitstellt (vergleiche dagegen Elektro-, Otto- und Dieselmotoren) und der
keinen kurvenförmigen Drehmoment-Verlauf hat, wie er bei anderen
Antriebsmaschinen normal ist. Die SDM ist eine
Wasserkraft-Maschine deren Wirkungsgrad von über Die SDM ist ein Wassermotor,
der, konstruktiv einfach wie ein Wasserrad, bis in den 2-stelligen MW-Bereich
eingesetzt wird und dabei zwangsläufig immer eine höhere Leistung erbringt,
als die besten leistungsmäßig vergleichbaren hoch entwickelten
Niederdruck-Wasserturbinen. Die SDM ist eine
Wasserkraft-Maschine, die, z.B. eingebaut in eine vorhandene Wehranlage, selbständig
einen Stau halten kann und dabei im Fließgewässer flussabwärts eine sohlnahe
Durchgängigkeit schafft. Eine Maschine, die für Sedimente, Geschiebe und
Fische keinerlei Hindernis darstellt und bei deren Betrieb das gesamte Wasser
immer im Flussbett verbleibt. Die SDM ist eine
Hochleistungs-Wasserkraft-Maschine, die keine Feinrechenanlage benötigt und
die von allen Wasserlebewesen stromabwärts ohne Verletzungsgefahr unbeschadet
durchwandert werden kann. Was ist die
Staudruckmaschine, was kann sie und was kann sie nicht? Eine Staudruckmaschine dient
zur Gewinnung von elektrischer Energie aus Wasserkraft bei gleichzeitiger
Regelung eines bestimmten Wasserniveaus des Zuflusses. Sie besteht aus einem
oder mehreren Laufrädern samt angeschlossenem Generator. Jedes Laufrad ist so
ausgeführt, dass es mit seiner Nabe und den unteren Schaufeln das Gerinne
fast vollständig verschließt. Durch Abbremsen des Laufrads ist es daher
möglich den Zulauf aufzustauen. Das Abbremsen erfolgt durch einen Generator,
der die Bremsenergie in elektrischen Strom umwandelt. Die Höhe des Pegels
beziehungsweise dessen Gewicht, entspricht immer genau der Bremsleistung,
oder auch umgekehrt. Die SDM ist stromabwärts für alle Wasserlebewesen sowie
Geschiebe durchgängig. Sie kann gut (Stromaufwärts ist die SDM für
Fische nicht durchgängig). Funktioniert die
Staudruckmaschine nicht prinzipiell ähnlich einem Zuppinger-Wasserrad? Werden
von der SDM dabei nicht nur Anteile des Staudrucks und der Strömungsenergie
genutzt? Treten nicht auch
bei der SDM eine Reihe von Verlusten auf, wie z.B. beim Befüllen und
Entleeren der Kammern, Wasserverlust aus den offenen Kammern (Herausschwappen),
Wasserverlust durch den Spalt zwischen Laufrad und Fundament? Die SDM ist in ihrer
Arbeitsweise mit dem Zuppinger Wasserrad nicht vergleichbar. Eine zweifache
Patentierung der SDM-Technologie (österreichisches Patentamt; AT Bei ihr gibt es nicht, wie
z.B. bei Rohrturbinen, eine brutto- und eine netto Fallhöhe und die damit verbundenen
Verluste. Verluste beim Befüllen und Entleeren treten bei Wasserrädern auf,
nicht jedoch in messbaren Mengen bei der SDM, bei der es auch kein
„Herausschwappen aus offenen Kammern" gibt. Die Schaufeln der SDM
befüllen sich ohne Lufteinschluss, schneiden praktisch in das Wasser ein. Nur
die jeweils untere Schaufel wird vom nachfolgenden Wasser angeschoben. Der geringe Wasserverlust
durch den Luftspalt zum Fundament und zu den Seiten ist der einzige, der bei
der SDM ins Gewicht fällt. Worin besteht genau
der Unterschied zu herkömmlichen Wasserrädern? Es ist uns bewusst, dass sich
ein Vergleich mit Wasserrädern geradezu aufdrängt. Bei näherer Betrachtung
und Kenntnis aller Details kann man jedoch erkennen, dass trotz vergleichbar
einfacher Bauweise, die Unterschiede in den Funktionen und in der Nutzung der
physikalischen Gegebenheiten groß sind. Einige der wichtigsten
Unterschiede sind z.B.: • Wasserräder (ober- und
mittelschlächtige) haben Schaufeln, die als Behälter wirken und daher nur
kleine Wassermengen bewirtschaften und entsprechend kleine Leistungen
erzielen können. Überschüssiges Wasser fließt wirkungslos ab. • Die SDM hat Schaufeln, die
beim Betrieb als geschlossene Kammern wirken und den Durchflussquerschnitt
immer absperren. Deshalb wirkt hier immer ein bestimmter Flächendruck auf die untere
Schaufel. Das gesamte Wasser muss also seine Kraft an die Maschine abgeben. • Die SDM arbeitet im „tiefen
Wasser", also bis zur Nabe im Unterwasser stehend. Sie kann dadurch
große Wassermengen verarbeiten. Da man den Durchflussquerschnitt auf den jeweiligen
Standort ausrichten kann, wird immer die jeweilige Wassermenge optimal
verarbeitet und genutzt. • Sie kann die
Strömungsenergie in wesentlich größerem Maße nutzen, als z.B. das unterschlächtige
Wasserrad. (Und jede andere bekannte Wasserkraftmaschine). - Sie kann den von ihr
genutzten Stau selbst erzeugen und erhalten. - Sie ist im Flussbett
stromabwärts ohne Strömungsveränderungen absolut durchgängig. • Und nun das Wichtigste:
Neben ihrer unbezahlbaren ökologischen Funktion hat die SDM-Technologie in
wirtschaftlicher Hinsicht erhebliche Kostenvorteile im Vergleich zu Turbinen,
da Wasserbau und Rechen deutlich günstiger sind. Dadurch wird die SDM zum
volkswirtschaftlich relevanten Faktor und dies nicht nur in den
Industrieländern. Ist der
Wirkungsgrad der SDM nicht direkt mit Wasserrädern und Wasserschnecken
vergleichbar, der bei diesen Maschinen bei etwa Anstelle einer
gemessenen Wirkungsgradkurve geben Sie in Ihrem Gutachten Durchgangs- und Losbrechmomente
an. Beide Größen sind aber nicht geeignet den Wirkungsgrad zu bestimmen.
Aussagen wie ,,ein bisher für Wasserkraftmaschinen unbekannt hoher
Wirkungsgrad" halten deshalb unserer Meinung nach einer Überprüfung
nicht stand. Während die Leistung der SDM mit
wechselndem Wasserangebot variiert, ist ihr Wirkungsgrad von mehr als Die vernachlässigbar kleinen
Losbrechmomente und evtl. Leerlaufverluste, die im Gutachten nur der Vollständigkeit halber
genannt werden, sind neben dem Wasserverlust durch den Luftspalt bisher die
einzigen Verlustfaktoren bei der SDM, die uns bekannt geworden sind. Hinweise
auf weitere Verlustfaktoren bei der SDM konnte uns bisher auch kein
Wissenschaftler geben. Die Vermutung, der Wirkungsgrad der SDM wäre
vergleichbar mit dem der Wasserräder und Wasserschnecken, deren Arbeitsweise
und Nutzung der physikalischen Gegebenheiten doch völlig anders ist,
entspricht nicht den bekannten Tatsachen. Die Nutzung der
Strömungsenergie erfolgt durch einen sog. Widerstandsläufer, d.h. das Wasser
„schiebt“ die Schaufeln an. Widerstandsläufer nutzen jedoch bekanntlich nur
einen Teil der Strömungsenergie. Entstehen nicht auch bei der SDM hier
weitere Verluste? Dass Widerstandsläufer nur
einen Teil der Strömungsenergie nutzen, gilt für alle Wasserkraft-Maschinen
außer der SDM. Diese nutzt die gesamt Strömungsenergie (abzüglich der geringen
Wasserverluste durch den Luftspalt). Da das Wasser keine Möglichkeit hat der
Maschine auszuweichen, muß es zwangsläufig seine Energie an diese abgeben.
Das gilt analog natürlich auch für die Nutzung der potenziellen Energie. Das Gutachten führt
aus, das Staubecken wirke bei der SDM nicht als Sedimentfalle. Sediment lagert
sich aber immer dann ab, wenn sich die Fließgeschwindigkeit verringert. Also
auch beim Aufstau mittels SDM bereits vor dem Kraftwerk. Herkömmlich Flusskraftwerke
sind nicht durchgängig. Auch wenn keine Ausleitungsstrecke vorhanden ist, ist
das Kraftwerksbauwerk und das Wehr selbst das Hindernis. Die SDM dagegen läßt
den Fluß offen. Das Wasser fließt trotz Aufstau unter der SDM Nabe absolut
unbehindert sohlnah weiter. Die Fließgeschwindigkeit wird
dabei nicht, wie oben vermutet, verringert. Somit kann bei der SDM das
Staubecken auch nicht als Sedimentfalle wirken. Gerade diese Eigenschaft
macht die SDM zur Kraftwerksmaschine der Zukunft: Sie kann helfen,
hunderttausende von Querbauwerke zu öffnen und unsere Flüsse wieder
durchgängig zu machen, ohne dass Querbauwerke und der gewünschte Aufstau
verloren gehen. Die Staudruckmaschine ist als
einziger Kraftwerkstyp in der Lage eine Aufstauung des Oberwassers
selbständig zu halten. Sie kann gleichzeitig das Wasser sohlnah durch das
Wehr führen. Das Gutachten führt aus, die
SDM stelle keine Gefährdung für Fische und andere Lebewesen dar und sie
benötige nur einen Grobrechen. Auch hier gilt zwar dasselbe für Wasserräder
und Wasserschnecken, es ist vielleicht aber der wichtigste generelle Vorteil
der SDM. Die Gefährdung von Fischen ist im Vergleich zu Wasserturbinen
deutlich geringer, der Verzicht auf den teuren Feinrechen und die Entsorgung
des Rechenguts stellt einen wirtschaftlichen Vorteil dar, der den schlechten
Wirkungsgrad der Wasserräder und Wasserschnecken teilweise kompensiert. Bei
kleinen Anlagen kann dies ausschlaggebend sein, daher werden heute überhaupt
noch Wasserräder gebaut. Auch unserer Ansicht nach
werden bei den Diskussionen über Wirtschaftlichkeit und Wirkungsgrad vielfach
die großen Vorteile der SDM in ökologischer Hinsicht vergessen, einer für die
Genehmigungsverfahren und den naturnahen Betrieb solcher Anlagen sehr
wichtigen Frage. Da oben im Zusammenhang mit
Schnecke und Wasserrad von „schlechtem Wirkungsgrad" und „kleinen Anlagen"
gesprochen wird und vielleicht damit auch die SDM gemeint sein sollte,
möchten wir darauf hinweisen, dass diese gerade durch ihr großes
Schluckvermögen und damit hohes Leistungspotenzial für den Einsatz in
größeren Wasserkraftanlagen prädestiniert ist und deshalb in der Leistungsklasse
allenfalls mit Niederdruckturbinen verglichen werden kann. Auch die Frage des
Wirkungsgrades der SDM, obwohl nun einmal zwangsläufig relativ hoch, (siehe
Gutachten: SDM Verluste, Wirkungsgrad), muss nicht so sehr hervorgehoben
werden. Alleine die im Vergleich mit Turbinen im Normalfall niedrigeren
Erstellungskosten von SDM-Kraftwerken und ihre Einsatzmöglichkeit bei kleinen
Fallhöhen von z.B. unter 1 m, die mit der herkömmlichen Technik nicht
wirtschaftlich sinnvoll und in großem Maßstab nutzbar sind, machen die SDM
absolut konkurrenzlos. Die Darstellung der
SDM enthält einige Widersprüche, wie z.B., dass keine Relativbewegung zwischen
Wasser und Laufschaufeln bestehe, oder dass die Wassergeschwindigkeit vor und
nach der Maschine gleich hoch sei. Das würde die Nutzung der Strömungsenergie
ausschließen. Aus der Sicht der
Strömungsmaschinen ist diese Bemerkung absolut verständlich. Da die SDM aber keine
freie Strömung zuläßt, müssen ihre Schaufeln zwangsläufig genau so schnell
laufen, wie das Wasser unter der Nabe durchgeschoben wird. Wenn die Laufräder
nicht genau die Wassermenge durchlassen, für welche sie ausgelegt sind, wäre
das Resultat, dass zwangsläufig ein Stau vor der Maschine hochgefahren würde.
Diese Situation ergibt sich jedoch nur bei Lastwechsel von der Nutzung reiner
Strömungsenergie zur Nutzung von potenzieller Energie. Wie man durch Beobachtung der
Natur sieht, ist eine andere Möglichkeit bei der SDM ausgeschlossen. Die Natur drängt immer auf
Ausgleich. Bei einem Hindernis im strömenden Wasser (z.B. Brückenpfeiler)
ergibt sich der bekannte Anströmkeil, bei dem sich das Wasser nach oben aufwirft.
Durch Erhöhung des örtlichen Pegels entsteht so an dieser Stelle ein erhöhter
Druck nach unten und dadurch eine Beschleunigung des Wassers rechts und links
vom Hindernis. Sofort nach dem (übrigens bei diesem Beispiel frei umströmten)
Hindernis findet ein Ausgleich statt. Bei der SDM, die nicht „frei umströmt" werden kann,
hält der Anströmkeil die Energiebilanz aufrecht: Örtliche Pegelerhöhung =
größerer Druck = Beschleunigung = Ausgleich. Wie verhält sich
die SDM bei Hochwasser? Muß sie sofort abgeschaltet werden, wenn das Wasserniveau
über Oberkante Nabe ansteigt? In der Praxis hat sich
bewiesen, dass die SDM schon bei geringstem Potenzialunterschied von nur wenigen
mm zwischen Ober- und Unterwasser anläuft. Als Erkenntnis daraus wird klar,
dass die SDM bei Hochwasser und sogar bei Überflutung weiter arbeitet, weil
auch in dieser Situation immer noch ein Gefälle existiert. Die aus der
potenziellen Energie dabei gewonnene Leistung wird natürlich entsprechend
verringert sein. Andererseits kann die SDM aber
besonders bei Hochwasser erhebliche Leistungsgewinne aus Strömungsenergie
verzeichnen. Bekanntlich steigt die Strömungsgeschwindigkeit bei höherem
Wasserstand an. Dieses geschieht insbesondere im Flussbett, wo die SDM die
Strömungsenergie mit Ihren Schaufeln nutzt. Wie verhält sich
die SDM bei tiefem Frost und Eis? Können Eisschollen, die durch den Grobrechen
dringen, nicht die Maschine beschädigen und sogar blockieren? Da die Maschine ca. zur Hälfte
im fließenden Wasser läuft, nimmt sie zwangsläufig die Wassertemperatur an
und kann somit nicht wesentlich vereisen. Eisstücke werden entweder durch
einen Abweiser abgeleitet oder, genau wie treibendes Geschwemmsel, sanft von
den Schaufeln mit nach unten gezogen und zusammen mit dem Wasser unter der
Nabe her ins Unterwasser geschoben. Eine Gefahr für die Maschine besteht
dadurch nicht. Zu
Leerlaufverlusten an mitgeschleppten Laufrädern. Sie sagen, dass die SDM das
Gerinne völlig dicht abschließt. Wenn nun ein nicht unter Leistung stehendes
Laufrad, das Schütz vor diesem ist geschlossen, von den unter Last stehenden
Rädern mitgeschleppt und gedreht wird, müßte dieses Rad doch das restliche
Wasser aus seiner oberwasserseitigen Kammer in das Unterwasser schieben und
so diese Kammer leer pumpen. Der von Ihnen an der Pilotanlage gemessene
Leerlaufverlust von z.B. Hier sprechen Sie eine
Besonderheit der SDM an, die tatsächlich erklärungsbedürftig ist: Die SDM kann in ihrer
bekannten Bauform nicht als Pumpe arbeiten. Deshalb bleibt das Wasser immer
in der Kammer auf dem Niveau des Unterwasserspiegels erhalten. Dieses
Verhalten ist in den bisherigen Anlagen sehr gut zu beobachten und dann auch
logisch nachvollziehbar. In diesem Zusammenhang sei
hier eine Beobachtung erwähnt, die an der ersten Pilotanlage gemacht werden
konnte: Durch das geschlossene Schütz vor den stehenden Laufrädern der SDM
sickert konstruktionsbedingt immer eine geringe Wassermenge durch. Wenn sich
der Wasserspiegel in der Kammer vor dem Laufrad um wenige mm erhöht hat,
reicht dieser geringe Potentialunterschied bereits aus, die Masse der Räder
(von immerhin > Durch diese Beobachtung können
wir zwei wichtige Erkenntnisse gewinnen: 1)
Obwohl die Räder auch nach dem Ausgleich des Niveaus
(OW:UW direkt am Rad) aufgrund der Massenbeschleunigung weiter laufen, werden
die Kammern nicht leer gepumpt. Beweis:
nach dem Anhalten/Auslaufen der Räder müßte sich sonst ihre Drehrichtung umkehren, da das
höher stehende Unterwasser auf Ausgleich drängen würde. Das passiert aber
nicht. 2)
Dieses Experiment zeigt weiterhin anschaulich, dass die
SDM Laufräder tatsächlich das Gerinne (fast) völlig dicht abschließen. Sonst
könnte sich ja kein Niveau-Unterschied, wie er oben beschrieben wird,
aufbauen. Wird die SDM, so
wie abgebildet, einfach in den Flusslauf gestellt, schwimmend? Tatsächlich werden
SDM-Kraftwerke üblicherweise in ein bestehendes Wehr in einen Flusslauf eingebaut.
An dieser Stelle wird sodann eine Beton-Bodenplatte bündig in das Flussbett
eingesetzt. Die Staudruckmaschine wird als vorgefertigtes Kraftwerksmodul,
mit Getriebe, Generator und Steuerung komplett ausgestattet, auf der
Bodenplatte aufgestellt, befestigt und an das Stromnetz angeschlossen. Bei größerer Wasserführung des
Flusses werden in gleicher Art mehrere SDM-Module nebeneinander eingebaut.
Auch schwimmende Kraftwerke in Art der Schiffsmühlen sind möglich, haben aber
heute noch keine Priorität. Der feste Einbau in bestehende Wehre ist die
normale Bauweise, die eine enorme ökologische, umweltpolitische wie auch
volkswirtschaftliche Bedeutung hat. Tatsache ist, dass Politik, Umwelt- und
Fischereiverbände und besonders die verbindlichen Wasser-Rahmenrichtlinien
(WRRL) der EU seit Jahren fordern, unsere Flüsse wieder zu renaturieren und
durchgängig zu machen. Deshalb hat die Deutsche Bundesregierung die
Aufstellung eines Katasters über alle die Durchgängigkeit behindernden Querbauwerke
in deutschen Flüssen angeordnet. Die Arbeiten sind inzwischen abgeschlossen
mit dem Ergebnis, dass es in Deutschland eine fast unvorstellbar hohe Anzahl
von ca. Durch zusätzlichen Einbau von
Fischaufstiegshilfen (Fischtreppen, Fischschleusen können somit ganze Flüsse
abwärts wie aufwärts wieder für alle Lebewesen durchgängig gemacht werden.
Nicht nur in Deutschland steht uns jetzt also durch Einsatz der SDM ein fast
unerschöpfliches Reservoir an Standorten für die Nutzung regenerativer
Energie zur Verfügung! Wie entsteht der
Druck, wenn das Wasser nicht aufgestaut wird? Auch ohne Aufstau wirkt immer der
Druck der Strömungsenergie. Wenn das vorerst nur mit Strömungsenergie
angetriebene Laufrad, z.B. durch Leistungsentnahme abgebremst wird, bis es
weniger Wasser durchlässt, als von oben nachfließt, staut sich das Wasser vor
dem Rad bis zur maximalen Stauhöhe (Wehrhöhe) auf. Durch eine besondere
Regelung der Laufrad-Drehzahl kann nun die Geschwindigkeit des Laufrades permanent an die
jeweils zufließende Wassermenge angepasst und die der Wassermenge
entsprechende maximale Leistung dauerhaft erzielt werden. (Und das bei praktisch
linear verlaufendem Wirkungsgrad von > Was ist, wenn der
Pegel fällt? Hört die Maschine dann auf zu arbeiten? Es kann beim Betrieb der SDM
in einem Wehr nicht passieren, dass der Pegel fällt, außer es fließt überhaupt
kein Wasser mehr. Selbst bei stark schwankenden Wassermengen bleibt durch die
Steuer- und Regeleinrichtung der Stau immer vollständig erhalten. Die
Leistung entspricht dabei natürlich der jeweils angebotenen Wassermenge, die
von der SDM immer optimal und ohne Unterbrechungen genutzt werden kann. Wie stark sind die
von den SDM Laufrädern produzierten Geräusche? Infolge ihrer schräg stehenden
Schaufeln befüllen sich diese im Oberwasser sehr leise. Sie sinken praktisch ohne
Wasserverwirbelung in den gleich bleibend glatten Oberwasserspiegel ein. Im
Unterwasser entleeren sich die Schaufeln auf die gleiche Weise. Wie man an
den Fotos der bisherigen Anlagen sehen kann, wird nur der an der
Schaufeloberfläche anhaftende Wasserfilm kurz angehoben, ehe er in das Unterwasser
abtropft. Auch hier entstehen also kaum Geräusche. Generell kann man also sagen,
dass die SDM Laufräder nicht mehr Geräusche verursachen, als der ohne Aufstau
strömende Fluss. Ist es richtig,
dass die Schaufeln der SDM viel länger sind als bei Wasserrädern und dass die
Maschine im Gesamten größer ist? Nein, nicht grundsätzlich. Die
Schaufeln von Wasserrädern dienen dazu, eine bestimmte Menge Wasser
aufzufangen. Das Gewicht der gefüllten Schaufeln versetzt das Rad in Drehung.
Bei der SDM richtet sich die Größe der Schaufel nach der maximalen
Durchflussmenge, die an einem bestimmten Standort verarbeitet werden soll.
Aufgrund ihrer besonderen Bauweise ist die Staudruckmaschine deshalb kleiner,
als ein die gleiche Wassermenge verarbeitendes Wasserrad. Übrigens ist die
SDM auch nicht größer als eine leistungsmäßig gleiche Niederdruckturbine, die
ja in einem aufwendigen Bauwerk unterhalb des Wasserspiegels positioniert
ist. Bei der SDM ragt dagegen ein Teil der Laufräder aus dem Wasserspiegel
heraus. II)
Politische, umweltpolitische und volkswirtschaftliche
Dimensionen der SDM-Technologie. Was kann eine
einzige Staudruckmaschine leisten? Wie viele Haushalte können versorgt
werden? Zuerst einmal etwas
Grundsätzliches: Es handelt sich bei der SDM
nicht um ein „Gerät" in einer serienmäßigen Einheitsgröße sondern um
eine INDUSTRIELLE GRUNDSATZERFINDUNG, vergleichbar z.B. mit dem Otto- oder
Dieselmotor, der Niederdruckturbine oder der Schiffsschraube. Wie auch bei
diesen wird es bei der SDM so viele unterschiedliche Größen geben, wie es der
Markt und die jeweils genutzten Anwendungen erfordern. Kleinkraftwerke mit SDM
Technologie sind prädestiniert in den gleichen Leistungsklassen zu arbeiten,
wie bisher die Niederdruckturbinen. Der gravierende Unterschied ist, neben
der Umweltfreundlichkeit, dass nun diese Leistungen bei kleinen Fallhöhen zu
erreichen sind, die z.T. von der herkömmlichen Technologie überhaupt nicht
verarbeitet werden können. Ein einziges beispielhaftes
Klein-Kraftwerk mit z.B. Wie viele SDM
Anlagen könnten in deutschen Wasserläufen platziert werden? Zum Thema „Mögliche Standorte
für die SDM": Wie oben schon angedeutet,
gibt es in Form von vorhandenen Querbauwerken bereits eine fast unerschöpfliche
Anzahl von Standorten. Sie müssen nicht mehr gefunden, sondern nur noch
genutzt werden. Bei diesem vorhandenen
Potential kann die Staudruckmaschine einen großen Beitrag zu der politisch
geforderten Steigerung der Nutzung regenerativer Energien liefern. Sie kann
helfen, dass die Ziele im Bereich der Wasserkraft und der Verbesserung des
Gewässerzustands nicht nur erreicht, sondern weit übertroffen werden. Ing. Dieter Pressentin ÖWATEC® Weitere Informationen (pdf-Datei mit 167 KB): |